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1080

1080

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- König William I. von England lässt die Bauarbeiten am Colchester Castle beginnen.
- Erzbischof Wibert von Ravenna wird als Clemens III. zum Gegenpapst gewählt.
- Zweite Bannung von Heinrich IV. durch Papst Gregor VII..
- Die Lombarden siegen über das Heer von Mathilde von Tuszien.

Geboren


- um 1080 - Leopold IV., Markgraf von Österreich, Herzog von Bayern († 1141)
- David I., König von Schottland († 1153)

Gestorben


- 16. Oktober - Rudolf von Rheinfelden, deutscher Gegenkönig von 1077 bis 1080 (gefallen) (
- ca. 1020/30) ko:1080년

Kategorie:1080



Wibert von Ravenna

Clemens III. (eigentlich Wibert von Ravenna oder Guibert von Ravenna,
- zwischen 1020 und 1030 in Parma; † 8. September 1100 in Civita Castellana) war Gegenpapst vom Jahre 1080 bis 1100. Sein Name bedeutet: der Sanftmütige (latein.) Er war ein Sohn des Markgrafen Gerard von Canossa. Auf Betreiben der Kaiserin Agnes wurde er als Nachfolger Gunthers von Bamberg zum Kanzler für Italien ernannt. König Heinrich IV. erhob ihn 1072 zum Erzbischof von Ravenna. Er erhielt 1073 von Papst Alexander II. die Weihe. Wibert schloss sich aufgrund seiner Abneigung gegen die Politik Papst Gregors VII. dessen Gegnern an und wurde 1076 von seinem Amt suspendiert. Im Streit zwischen Gregor VII. und Heinrich IV. stellte er sich auf die königliche Seite und wurde daraufhin exkommuniziert und 1078 gebannt. Die Synode zu Brixen wählte ihn am 25. Juni 1080 zum Gegenpapst. Der König zog 1081 nach Italien und erlangte nach mehr als zweijähriger Belagerung Zugang zur Stadt Rom. Wibert wurde am 24. März 1084 in der Laterankirche zu Rom als Clemens III. inthronisiert und krönte am 31. März 1084 Heinrich IV. zum Kaiser. Auf der Synode zu Mainz im April 1085 erkannte ihn das deutsche Episkopat als rechtmäßigen Papst an. 1089 widerrief er auf einer Synode zu Rom die Exkommunikation Heinrich IV. und widersprach verschiedenen von den Gregorianern behaupteten Positionen und forderte die Beseitigung der Simonie und die Einhaltung des Zölibats. Clemens' moralische Integrität wurde auch von seinen Gegnern anerkannt. Im Jahre 1096 vertrieben ihn die Normannen aus Rom. Clemens III. hat bis zu seinem Tode im Jahre 1100 seinen Anspruch auf den Stuhl Petri aufrechterhalten. Nach seinem Tode wählten seine Anhänger Theodoricus zu dessen Nachfolger.

Weblinks


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- [http://www.genealogie-mittelalter.de/paepste/clemens_3_gegenpapst_+_1100.html genealogie-mittelalter.de] Kategorie:Gegenpapst Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (11. Jh.) Kategorie:Italiener Kategorie:Geboren 11. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1100

Gegenpapst

Als Gegenpapst (pseudopapa, antipapa) wird ein Papst bezeichnet, wenn er zu Lebzeiten eines bereits kanonisch gewählten (und nicht zurückgetretenen) Papstes aufgestellt wurde. Zur Aufstellung von Gegenpäpsten kam es, weil sich zum Beispiel das Kardinalskollegium spaltete, oder der Kaiser bzw. römische aristokratische Familien in die Papstwahl eingriffen. Wegen unterschiedlicher Zählung, verschiedener Standpunkte und der zum Teil chaotischen Papstwahlen ist die wirkliche Anzahl der Gegenpäpste schwer festzustellen. Die Angaben liegen zwischen 25 und 40. Bei einigen Päpsten ist es zudem schwierig festzustellen, ob sie rechtmäßig oder unrechtmäßig im Amt waren. Die Gründe hierfür liegen unter anderem in der schwierigen Quellenlage und in den nicht mehr nachvollziehbaren Umständen während der Wahl bzw. Ernennung. Als erster Gegenpapst gilt Hippolyt (217 - 235) und als letzter Felix V. (1439 - 1449). Auch Johannes Paul II. wurde in seiner Amtszeit von einigen Anhängern sedisvakantistischer Gruppierungen abgelehnt, die selbst den Anspruch erhoben, der rechtmäßige Papst zu sein, wie etwa Clemente Domínguez y Gómez (als Gregor XVII.; † 22. März 2005), David Allen Bawden (als Michael I.) oder Lucian Pulvermacher (als Pius XIII.). Allerdings unterscheiden diese sich insofern von den historischen Gegenpäpsten, als sie keine Unterstützung in der kirchlichen Hierarchie genossen und nur einige Tausend Anhänger mit starker regionaler Begrenzung hatten. Siehe auch: Liste der historischen Gegenpäpste, Päpste sedisvakantistischer Gruppen Kategorie:Papsttum Kategorie:Kirchenwesen ja:対立教皇

Gregor VII. (Papst)

Gregor VII., eigentlich Hildebrand von Soana (
- um 1020; † 25. Mai 1085 in Salerno) war Papst von 1073 bis 1085. Wegen seiner Bedeutung für die Kirchenreform gilt er als einer der bedeutendsten Päpste überhaupt. Dennoch war und ist er nicht unumstritten. "Der Heilige Satan" wurde er von Petrus Damiani genannt.

Leben

Petrus Damiani Hildebrand wurde um 1020 geboren und war vermutlich zunächst Mönch oder Kanoniker. Er wurde dann aber als Archidiakon der römischen Kirche zu einer Schlüsselfigur in der Kirchenpolitik. Ideen der klösterlichen Reformbewegung seiner Zeit und vor allem der Kampf gegen Simonie und Priesterehe bestimmten seine Bestrebungen. 1046 begleitete er Papst Gregor VI., der durch die Synode von Sutri abgesetzt worden war, in die Verbannung nach Köln. 1048 ließ sich Leo IX. wohl auf sein Anraten hin zum Papst wählen. Nach Leos Tod sollte Hildebrand 1054 bereits selbst zum Papst erhoben werden. Kaiser Heinrich III. berief jedoch Gebhard, den Bischof von Eichstätt, zum Papst Viktor II. . 1073 starb Papst Alexander II.. Bei seiner Beisetzung rief das Volk von Rom: "Hildebrand soll Papst sein!". Dieser ließ sich unter dem Namen Gregor VII. als Papst inthronisieren. Mit dieser Inspirationswahl war offenbar gegen die Papstwahlordnung von 1059 verstoßen worden, die dem römisch-deutschen König ein Mitspracherecht zusicherte. Seine Amtszeit mündete in den so genannten Investiturstreit, der für das Reich erst im Wormser Konkordat von 1122 beigelegt wurde. 1075 ließ Gregor VII. 27 Leitsätze, den sog. Dictatus Papae, aufzeichnen, in denen er unter anderem die Vorrangstellung der geistlichen Gewalt gegenüber weltlichen Machthabern betonte. Der Text wurde aber nicht als Propagandamittel verbreitet. Auf der römischen Fastensynode im gleichen Jahr suspendierte Gregor VII. einzelne nicht erschienene deutsche Bischöfe und lud die fünf Räte Heinrichs IV., die bereits 1073 wegen der Maßnahmen des Königs bei der Besetzung des Erzbistums Mailand exkommuniziert wurden, zur Verantwortung vor. Als Heinrich entgegen seiner Zusicherungen den Mailänder Erzstuhl erneut besetzte, sendete ihm Gregor ein ernstes Protest- und Mahnschreiben, das am Jahresanfang 1076 am Königshof mit Empörung aufgenommen wurde. Als Antwort auf wiederholte Vorhaltungen und Eingriffe des Papstes in Bistumsvorgänge nördlich und südlich der Alpen verfasste Heinrich auf einer Wormser Synode am 24. Januar 1076 ein Absageschreiben an Gregor, in dem er ihn mit den Worten "Steige herab, steige herab!" zur Abdankung aufforderte. Er argumentierte darin, dass der Papst im Gegensatz zum König nicht von Gott durch seine Geburt in sein Amt berufen werde, sondern von Menschen gewählt werde. Zahlreiche deutsche und oberitalienische Bischöfe unterstützten die Forderung. Gregor VII. belegte daraufhin Heinrich IV. und seine Anhänger umgehend mit dem Bann, was die politische Ordnung im Reich massiv erschütterte. Um sein Königtum zu retten, zog der Salier daraufhin dem Papst entgegen, der selbst über die Alpen ziehen wollte, um an Beratungen der deutschen Gegner Heinrichs teilzunehmen. In der Burg Canossa traf er auf Gregor, der ihn nach dreitägiger Bußübung am 28. Januar 1077 vom Bann löste. Allerdings währte der neu gewonnene Frieden nicht lange – im Frühjahr 1077 wählten die deutschen Fürsten Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig. Heinrich IV. forderte vom Papst den sofortigen Bann Rudolfs, andernfalls drohte er mit der Ernennung eines Gegenpapstes. Im März 1080 erklärte Gregor den König erneut für abgesetzt, der daraufhin Erzbischof Wibert von Ravenna als Clemens III. als Gegenpapst aufstellte. Damit begann ein Schisma, das bis im Jahre 1111 andauerte, bis der letzte Gegenpapst der Wibertisten, Silvester IV., förmlich den Verzicht auf die Papstwürde leistete. Heinrich belagerte Rom und konnte es 1084 einnehmen. Während er von Clemens in St. Peter zum Kaiser gekrönt wurde, verschanzte sich Gregor in der Engelsburg. Von den Normannen befreit, verließ er schließlich Rom mit kleinem Gefolge und zog sich nach Salerno zurück. Dort starb er, ohne seine Überzeugungen preisgegeben zu haben, am 25. Mai 1085. 1606 wurde er von Papst Paul V. heilig gesprochen. Sein Todestag ist ein (nicht gebotener) Gedenktag der katholischen Kirche.

Weblinks


-
- [http://www.genealogie-mittelalter.de/paepste/gregor_7_papst_+_1085.html genealogie-mittelalter.de]

Literatur


- Blumenthal, Uta-Renate: Gregor VII. : Papst zwischen Canossa und Kirchenreform. - Darmstadt : Primus-Verl., 2001. - ISBN 3-896-78198-7
- Cowdrey, Herbert E.: Pope Gregor VII. - Oxford : Clarendon, 1998
- Englberger, Johann: Gregor VII. und die Investiturfrage. - Köln : Böhlau, 1996
- Kämpf, Helmut: Canossa als Wende. - Darmstadt : Wissenschaftl. Buchgem., 1976. - 3. Aufl.
- Tessore, Dag: Gregor VII. - Roma : Città nuova, 2003 ---- siehe auch: Gregorianische Reformen Kategorie:Mann Kategorie:Papst Kategorie:Heiliger Kategorie:Katholischer Theologe (11. Jh.) ja:グレゴリウス7世 (ローマ教皇) ko:교황 그레고리오 7세

Mathilde von Tuszien

Mathilde von Tuszien (auch Tuscien oder Toskana), auch Matilda oder Mathilde von Canossa genannt, (
- 1046; † 24. Juli 1115) war Markgräfin auf der Burg Canossa im toskanischen Apennin, 18 km südlich von Reggio nell' Emilia. Hier trat im Februar 1077 König Heinrich IV. Papst Gregor VII. entgegen, um die Lösung vom Kirchenbann zu erreichen.

Leben

Ihr Vater war Markgraf Bonifaz von der Toskana (Bonifacius von Tuscien), Fürst von Reggio nell' Emilia, Modena, Mantua, Brescia, und Ferrara, also eines großen Gebietes zu beiden Seiten des Apennin, dessen Schwerpunkt in der Toskana lag. Ihre Mutter war Beatrix von Lothringen, eine Tochter des Friedrich II. von Lothringen und der Mathilde von Schwaben. Sie war das jüngste Kind. Ihr Vater wurde 1052 ermordet, ihre älteren Geschwistern starben kurz darauf. Beatrix heiratete ihren Cousin Gottfried den Bärtigen, der Herzog von Niederlothringen war, bis er gegen Kaiser Heinrich III. rebellierte. Sein Bruder wurde Papst Stephan IX., die folgenden Päpste Alexander II. und Nikolaus II. stammten aus der Toskana. Beatrix und Gottfried schlugen sich im Investiturstreit auf die päpstliche Seite. Mathilde wurde verheiratet mit dem Sohn ihres Stiefvaters, Gottfried IV., genannt der Bucklige († 1076), der nach dem Tod seines Vaters 1069 die Regierung in Lothringen antrat und die ihm entfremdete Mathilde in der Toskana zurückließ. Sie lebte stets von ihm getrennt auf ihren Gütern in Italien. Nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Mutter im selben Jahr regierte sie ihre weitläufigen Besitzungen in der Toskana allein von der Burg Canossa aus, die heute eine Ruine ist. Dorthin zog Heinrich IV. von Speyer mit seiner Gemahlin als Büßer, wo er auf den Papst traf. Vom 25. bis zum 27. Januar 1077 harrte er vor den Toren der Burg barfuß im Schnee aus. Am 28. Januar hob Gregor VII., hauptsächlich auf Vermittlung der Mathilde von Tuszien, den Kirchenbann auf. Die Absetzung allerdings nahm der Papst nicht zurück, und so wurde am 15. März Rudolf von Schwaben von den deutschen Fürsten zum Gegenkönig gewählt. Der Gang nach Canossa war ein wichtiger Meilenstein im Investiturstreit. Auch weiterhin blieb Mathilde die wichtigste Stütze der Päpste. Um 1090 heiratete sie – auf Wunsch Papst Urban II.Welf V. von Bayern aus dem Geschlecht der Welfen, um diesen noch enger an die päpstliche Sache zu fesseln. Indessen lebte sie auch von diesem meist, zuletzt ganz getrennt. Ihre Heirat mit Welf V. veranlasste den Sohn Heinrichs IV., Heinrich V., nach Italien zurückzukehren. Mathilde musste in die Berge fliehen, Heinrich konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Den ihr allgemein gegebenen Namen der großen Gräfin verdankt sie ebenso ihrer Macht wie ihren glänzenden Geistesgaben und ihrer hohen Bildung. Sie besaß Toskana, Mantua, Parma, Reggio, Piacenza, Ferrara, Modena, einen Teil von Umbrien, Spoleto, den Kirchenstaat von Viterbo bis Orvieto und einen Teil der Mark Ancona, welche Besitzungen teils Allodien, teils Reichslehen waren. Ihre Regierung war gerecht und mild, ihr Hof glänzend. Mit der kindlichsten Liebe und Verehrung schloss sie sich Papst Gregor VII. an, was schon der Mitwelt Anlass zu Verdächtigungen gab, die aber unbegründet waren, und setzte alle ihre Kräfte daran, dessen hierarchische Herrschaftspläne verwirklichen zu helfen. Bereits 1077 gewährte sie dem Papst auf ihrem Schloss Canossa eine Zuflucht, stand ihm 1081 gegen den Kaiser bei und unterstützte ihn mit Geld, als er in Rom eingeschlossen war. Schon 1077 hatte sie im Fall ihres kinderlosen Ablebens, welches am 24. Juli 1115 in dem von ihr erbauten Kloster zu Polirone erfolgte, den Papst zum Erben ihrer Besitzungen ernannt, was zu langen Streitigkeiten Veranlassung gab, indem der Kaiser ihre Güter (Mathildische Erbschaft) als eröffnete Reichslehen, Papst Paschalis II. aber als ihm durch Testament zugehörig und Welf als Gatte der Verstorbenen in Anspruch nahmen. Man verglich sich endlich dahin, dass der Kaiser den größeren Teil der Mathildischen Güter an die Kirche abtrat. Im 17. Jahrhundert wurden ihre Gebeine in den Petersdom übertragen. Den Gang nach Canossa behandelt Luigi Pirandellos Stück Heinrich IV.

Weblinks


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- [http://www.the-orb.net/encyclop/culture/women/matilda.html Online Reference Book for Medieval Studies] (engl.) Kategorie:Frau Kategorie:Markgraf (Tuscien) Kategorie:Geboren 1046 Kategorie:Gestorben 1115

Leopold IV. (Österreich)

Leopold IV. (
- um 1108; † 18. Oktober 1141 in Niederaltaich (Bayern) war seit 1136 Markgraf von Österreich und seit 1139 Herzog von Bayern Er war einer der jüngeren Söhne des Markgrafen Leopold III., des Heiligen. Warum er seinen Brüdern Adalbert und Heinrich vorgezogen wurde, ist unbekannt. Durch seine Mutter Agnes mit den Staufern verwandt, wurde er im Zuge des Kampfes gegen die Welfen von Kaiser Konrad III. mit dem vorher welfischen Bayern belehnt. Er konnte sich dort durchsetzen, zumal sein Bruder Otto Bischof von Freising war. Die bekannteste Maßnahme seiner kurzen Regierung war 1137 der Tauschvertrag von Mautern mit dem Bischof von Passau. Der Bischof erhielt die Peterskirche, der Markgraf dafür ausgedehnte Ländereien um Wien mit Ausnahme eines Geländes außerhalb der Stadtmauer, wo eine große neue Pfarrkirche gebaut werden sollte - der heutige Stephansdom. Er war mit Maria von Böhmen verheiratet, der späteren Frau des Markgrafen Hermann III. von Baden. Nachdem der Herzog und Markgraf nach kurzer Regierung überraschend starb, folgte ihm sein Bruder Heinrich nach. Kategorie:Herzog (Bayern) Kategorie:Markgraf (Österreich) Kategorie:Babenberger Kategorie:Mann Kategorie:Geboren 1180 Kategorie:Gestorben 1141

David I. (Schottland)

David I. (
- 1080, † 24. Mai 1153 in Carlisle) wurde als sechster Sohn von Malcolm III. von Schottland und dessen zweiter Gemahlin Margareta, die später heilig gesprochen wurde, geboren. Er regierte als schottischer König von 1124 bis zu seinem Tod. Im Jahr 1113 heiratete er Maud von Huntingdon und erhielt dadurch den Titel eines Earl von Huntingdon. Mit ihr hatte er drei Kinder:
- Malcolm, Prinz von Schottland
- Henry (
- 1114, † 12. Juni 1152), Herzog von Northumberland
- Claricia, Prinzessin von Schottland
- Hodierna, Prinzessin von Schottland Nach dem Tode Edgars im Jahr 1107 wurde das schottische Königreich gemäß seinem letzten Willen geteilt. Alexander I., Davids älterer Bruder, herrschte als König über den Teil nördlich von Clyde und Forth. David erhielt den Titel eines Earls und herrschte über den südlichen Teil. Nachdem Alexander am 23. April 1124 verstorben war folgte ihm David auf den Königsthron, wodurch die beiden Reichshälften wiedervereinigt wurden. 1127 schwor er in seiner Eigenschaft als Earl von Huntingdon seiner Nichte Mathilde, der Ehefrau des verstorbenen Heinrich I., Treue. Als Stepan von Blois, ein Neffe Heinrichs, im Jahr 1135 sich des englischen Throns bemächtigte, marschierte David mit seiner Armee in England ein. Stephan wiederum ließ Truppen nach Norden entsenden und zwang David zum Friedensschluss. Der Frieden hielt nicht lange, denn 1138 marschierte er erneut in England ein. Im Cutton Moor bei Northallerton in Yorkshire erlitt er jedoch am 22. August in der Schlacht der Standarte (Battle of the Standard) eine verheerende Niederlage. David kehrte nach Carlisle zurück und schloss erneut einen Friedensvertrag ab. 1141 reiste er nach London und begleitete Mathilde nach Winchester. Dort entging er nur knapp einer Gefangennahme und begab sich rasch nach Schottland zurück. Von da an blieb er in seinem Königreich und beschäftigte sich mit der politischen und kirchlichen Reorganisation des Landes. Er gründete fünf Bistümer und zahlreiche Klöster. In der weltlichen Politik förderte er energisch die Feudalisierung und Anglisierung des Landes. Kategorie:Mann Kategorie:König (Schottland) Kategorie:Haus Dunkeld Kategorie:Geboren 1080 Kategorie:Gestorben 1153 ja:デイヴィッド1世 (スコットランド王) simple:David I of Scotland

Kategorie:Gestorben 1080



16. Oktober

Der 16. Oktober ist der 289. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 290. in Schaltjahren) - somit bleiben 76 Tage bis zum Jahresende.

Ereignisse


- 1529 - Österreich Die türkischen Truppen von Sultan Suleiman II., die seit August 1526 unaufhörlich Richtung Westen vorgedrungen sind und seit fast einem Monat Wien belagert haben, treten nach mehreren gescheiterten Angriffen den Rückzug an.
- 1775 - Portland im heutigen US-Bundesstaat Maine wird von den Briten angezündet.
- 1813 - Die Völkerschlacht bei Leipzig beginnt.
- 1906 - Wilhelm Voigt, der Hauptmann von Köpenick verhaftet den Köpenicker Bürgermeister Georg Langerhans und beschlagnahmt die Stadtkasse.
- 1925 - Abschluss der Verträge von Locarno zwischen Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und der Tschechoslowakei.
- 1932 - Schlacht am Nordmarkt - Bei Strassenkämpfen in Dortmund zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten sterben mehrere Menschen.
- 1934 - Die chinesischen Kommunisten unter Führung von Mao Tse-Tung beginnen ihren Langen Marsch.
- 1944 - Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy muss auf deutschen Druck abdanken; sein Nachfolger wird der Pfeilkreuzler Ferenc Szálasi
- 1946 - Die zehn zum Tode verurteilten Angeklagten der Nürnberger Prozesse werden gehängt.
- 1963 - Ludwig Erhard (CDU) wird als Nachfolger von Konrad Adenauer zum deutschen Bundeskanzler gewählt.
- 1964 - Die Volksrepublik China führt den ersten Atombombentest des Landes durch.
- 1970 - Anwar as-Sadat wird zum Präsidenten Ägyptens gewählt.
- 1973 - Die OPEC beschließt, den Ölpreis um 70 % anzuheben, Beginn der ersten großen Ölkrise.
- 1974 - Henry Kissinger und Le Duc Tho erhalten den Friedensnobelpreis.
- 1984 - Desmond Tutu erhält den Friedensnobelpreis.
- 1989 - In einem Usenet-Posting wird erstmals Godwins Gesetz formuliert.
- 1991 - In Armenien wird Levon Ter-Petrossian zum Präsidenten gewählt
- 1994 - Finnland. Die Finnen entscheiden sich für einen Beitritt zur EU
- 1998 - Auf den Malediven wird Staatspräsident Maumoon Abdul Gayoom für 5 Jahre wiedergewählt.

Wirtschaft


- 2004 - Die Schweizer Gewerkschaften GBI und SMUV fusionieren zur Großgewerkschaft Unia.

Wissenschaft, Technik


- 1846 - erste öffentlich durchgeführte, erfolgreiche Narkose in der Chirurgie durch William Thomas Green Morton. Geburtsstunde der Anästhesie.
- 1970 - Offizielle Eröffnung der Universität Augsburg.

Kultur


- 1789 - Uraufführung der Oper "Brenno" von Johann Friedrich Reichardt an der Königlichen Oper in Berlin.
- 1800 - Uraufführung der Oper "Tamerlan" von Johann Friedrich Reichardt an der Hofoper Berlin.
- 1894 - Kaiser Wilhelm II. eröffnet in Wiesbaden das Neue Hoftheater (heute: Hessisches Staatstheater)
- 2002 - Eröffnung der "Bibliotheca Alexandrina" in Alexandria, Ägypten

Religion


- 1555 - Die englisch protestantischen Bischöfe Hugh Latimer und Nicholas Ridley werden nach der Thronbesteigung von Maria I. wegen Häresie auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
- 1978 - Der Pole Karol Woityla tritt als Papst Johannes Paul II. die Nachfolge von Papst Johannes Paul I. an.

Katastrophen

Sport


- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1987 - Mike Tyson gewinnt den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tyrell Biggs in der Convention Hall, Atlantic City, durch technischen KO.

Geboren


- 1527 - Johann Hermann Mediziner
- 1708 - Albrecht von Haller, schweizerische Dichter und Gelehrter
- 1745 - Maxim Sosontowitsch Beresowski, russischer Komponist
- 1752 - Adolph Freiherr Knigge, deutscher Schriftsteller
- 1796 - Karl Spindler, deutscher Romanschriftsteller
- 1797 - James Thomas Earl of Cardigan, britischer General
- 1815 - Francis R. Lubbock, 9. Gouverneur von Texas
- 1816 - Antoine Béchamp, französischer Mediziner, Biologe und Pharmakologe
- 1821 - Franz Doppler, ungarischer Komponist
- 1827 - Arnold Böcklin, schweizerischer Maler
- 1831 - Karl Blasel, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor
- 1847 - Maria Pia von Savoyen, Prinzessin von Italien und Königin von Portugal
- 1849 - Arnold Krug, deutscher Komponist
- 1854 - Oscar Wilde, irischer Schriftsteller
- 1863 - Sir Austen Chamberlain, britischer Politiker
- 1868 - Franz Ritter von Epp, bayerischer Politiker
- 1874 - Otto Mueller, deutscher Maler
- 1878 - Maxey Long, US-amerikanischer Leichtathlet und Olympiasieger
- 1879 - Eduard Hamm, deutscher Politiker zur Zeit der Weimarer Republik
- 1884 - Rembrandt Bugatti, italienischer Bildhauer
- 1886 - David Ben Gurion, erster Premierminister Israels
- 1886 - Armin T. Wegner, deutscher Schriftsteller
- 1888 - Eugene O'Neill, US-amerikanischer Dramatiker
- 1889 - Reinhold Maier, deutscher Politiker, erster Ministerpräsident von Baden-Württemberg
- 1890 - Michael Collins (Irland), irischer Freiheitskämpfer und Politiker
- 1890 - Maria Goretti, italienische Heilige
- 1892 - Andrei Iwanowitsch Jerjomenko, Marschall der Sowjetunion und Militärtheoretiker
- 1896 - Célestin Freinet, französischer Reformpädagoge
- 1900 - Primo Conti, italienischer Künstler
- 1903 - Big Joe Williams, US-amerikanischer Musiker
- 1905 - Ernst Kuzorra, deutscher Fußballspieler
- 1906 - Dino Buzzati, italienischer Schriftsteller und Journalist
- 1908 - Enver Hoxha, albanischer Politiker
- 1912 - Lotti Huber, deutsche Schauspielerin
- 1913 - Cesar Bresgen, österreichischer Komponist
- 1923 - Bert Kaempfert, deutscher Komponist
- 1925 - Angela Lansbury, britische Schauspielerin
- 1927 - Günter Grass, deutscher Schriftsteller
- 1928 - Ann Guilbert, US-amerikanische Schauspielerin
- 1929 - Fernanda Montenegro, brasilianische Schauspielerin
- 1931 - Hans Friderichs, deutscher Bundesminister
- 1932 - Guðbergur Bergsson, isländischer Schriftsteller
- 1932 - Detlev Karsten Rohwedder, deutscher Manager und Politiker, Chef der Treuhandanstalt
- 1936 - Gerardo Gandini, argentinischer Komponist
- 1937 - Emile Ford, britischer Sänger
- 1938 - Christa Päffgen ("Nico"), deutsch-amerikanische Sängerin
- 1939 - Gerold Späth, schweizerischer Autor
- 1942 - Dave Lovelady, britischer Musiker
- 1943 - Fred Turner, kanadischer Musiker und Sänger
- 1947 - Bob Weir, US-amerikanischer Musiker und Sänger (Grateful Death)
- 1954 - Corinna Harfouch, deutsche Schauspielerin
- 1954 - Danny McIntosh junior, britischer Musiker
- 1954 - Tim Berne, US-amerikanischer Altsaxophonist
- 1957 - Sabine John, deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
- 1958 - Mike Muuss, Author von Ping
- 1958 - Tim Robbins, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Gary Kemp, britischer Musiker und Songschreiber (Spandau Ballet)
- 1966 - Stefan Reuter, deutscher Fußballspieler
- 1970 - Mehmet Scholl, deutscher Fußballspieler
- 1974 - Paul Kariya, kanadischer Eishockeyspieler

Gestorben


- 620 od. 640 - St. Gallus, irischer Heiliger, Gründer von St. Gallen
- 786 - Lullus von Mainz, katholischer Heiliger, erster Erzbischof von Mainz
- 1221 - Friedrich II. von Brehna und Wettin, Graf
- 1333 - Nikolaus V., Gegenpapst in Avignon
- 1346 - Luitgard von Wittichen, deutsche Klostergründerin und Mystikerin
- 1523 - Luca Signorelli, italienischer Maler
- 1541 - Johann Baptiste von Taxis, deutscher Generalpostmeister Johann Baptiste von Taxis
- 1553 - Lucas Cranach der Ältere, deutscher Maler
- 1555 - Hugh Latimer, englischer Theologe und Reformator
- 1591 - Gregor XIV., Papst von 1590 bis 1591
- 1621 - Jan Pieterszoon Sweelinck, niederländischer Organist und Komponist
- 1628 - François de Malherbe, französischer Dichter und Literaturtheoretiker
- 1649 - Isaak van Ostade, niederländischer Maler
- 1677 - Francis Glisson, englischer Arzt
- 1680 - Raimund von Montecuccoli, Herzog von Melfi
- 1734 - Andreas Silbermann, deutscher Orgelbauer
- 1736 - Giovanni Battista Pergolesi, italienischer Komponist
- 1738 - George Bähr, deutscher Baumeister
- 1748 - Franz Joachim Beich, deutscher Maler
- 1755 - Gerhard Majella, katholischer Heiliger, Laienbruder und Mystiker
- 1791 - Grigori Potjomkin, russischer Feldmarschall
- 1793 - Marie Antoinette, französische Königin (hingerichtet)
- 1796 - Viktor Amadeus III. von Savoyen
- 1804 - Henrik Gabriel Porthan, finnischer Geschichtsforscher
- 1833 - Andrej Bollotow, russsischer Naturforscher und Agronom
- 1879 - Sergej Solowjow, russischer Historiker
- 1898 - Aubrey Vincent Beardsley, englischer Zeichner, Illustrator und Schriftsteller
- 1914 - Albert Gobat, schweizerischer Politiker
- 1914 - John Murray, britischer Ozeanograph
- 1917 - Walter Flex, deutscher Dichter
- 1919 - Jakow Swerdlow, russischer Arbeiterführer und Politiker
- 1920 - Cäsar Flaischlen, deutscher Lyriker und Mundartdichter
- 1923 - Alexander Lodygin, russischer Elektrophysiker
- 1925 - Christian Krohg, norwegischer Maler
- 1937 - Alois Grienauer, österreichischer Sänger (Bariton)
- 1941 - Arthur Kronfeld dt.-jüd. Psychiater (gemeins. Suizid mit Frau in russ. Exil)
- 1944 - Rufino Blanco Fombona, venezuelanischer Schriftsteller und Politiker
- 1946 - entsprechend der Urteile in den Nürnberger Prozessen hingerichtet:
  - - Hans Frank, deutscher Jurist und NS-Funktionär
  - - Wilhelm Frick, deutscher Jurist und NS-Politiker
  - - Alfred Jodl, deutscher Offizier
  - - Ernst Kaltenbrunner, österreichischer SS-Offizier
  - - Wilhelm Keitel, deutscher Wehrmachtsoffizier
  - - Joachim von Ribbentrop, deutscher Politiker, NS-Außenminister
  - - Alfred Rosenberg, estnischer NS-Politiker
  - - Fritz Sauckel, deutscher NS-Politiker, Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz
  - - Arthur Seyss-Inquart, österreichischer Naziführer
  - - Julius Streicher, deutscher NS-Propagandist, Herausgeber der Wochenzeitung "Der Stürmer"
- 1957 - Ralph Benatzky , österreichischer Komponist
- 1959 - George Catlett Marshall, US-amerikanischer General und Politiker (Friedensnobelpreis 1953)
- 1967 - Friedrich Gogarten, deutscher Theologe
- 1973 - Gene Krupa, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1975 - Hugh Adcock, britischer Fußballspieler
- 1981 - Mosche Dajan, israelischer General
- 1982 - Jakov Gotovac, kroatischer Komponist
- 1982 - Mario del Monaco, italienischer Opernsänger (Tenor)
- 1983 - Willy Ritschard, schweizerischer Politiker
- 1986 - Arthur Grumiaux, belgischer Violinist
- 1987 - Joseph Höffner, Kardinal und Erzbischof von Köln
- 1989 - Cornel Wilde, US-amerikanischer Schauspieler
- 1990 - Art Blakey, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger
- 1996 - Eric Malpass, britischer Schriftsteller
- 1997 - James A. Michener, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1993 - Paolo Bortoluzzi, italienischer Tänzer und Choreograph
- 2003 - Laszlo Papp, ungarischer Boxer
- 2003 - Vera Oeri-Hoffmann, schweizerische Unternehmerin
- 2004 - Per Højholt, dänischer Schriftsteller
- 2004 - Pierre Salinger, Pressesprecher des US-Präsidenten John F. Kennedy
- 2004 - Mario Santi, schweizerischer Sportmoderator

Feier- und Gedenktage


- Gallustag
- Welternährungstag (UNO)

Siehe auch


- 15. Oktober - 17. Oktober
- 16. September - 16. November
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag 1016 ja:10月16日 ko:10월 16일 simple:October 16 th:16 ตุลาคม

Rudolf von Rheinfelden

Rudolf von Rheinfelden (auch Rudolf von Schwaben) (
- um 1025; † 15. Oktober 1080 in Merseburg) war im Heiligen Römischen Reich ein Gegenkönig Heinrichs IV. Er war der Sohn des Grafen Kuno von Rheinfelden. 1057 entführte Rudolf die elfjährige Tochter Mathilde der Kaiserin Agnes von Poitou aus dem Kloster und erzwang so nicht nur die Einwilligung zur Vermählung (1059), sondern auch die Übertragung des Herzogtums Schwaben und der Verwaltung Burgunds. Mathilde, die Schwester Heinrichs IV. starb aber bereits kurz darauf, am 12. Mai 1060. Rudolf heiratete anschließend im Jahr 1066 Adelheid († 1079), die Tochter des Grafen Otto von Savoyen. Da diese eine Schwester Berthas, der Frau Heinrichs IV., war, wurde Rudolf erneut Heinrichs Schwager. Die gemeinsame Tochter Agnes († 1111) wurde mit Berthold II. von Zähringen vermählt. Rudolf stellte sich 1066 an die Spitze der Fürstenverschwörung gegen Heinrich IV. und trachtete selbst nach der Krone. Öffentlich unterstützte er jedoch den König und kämpfte in dessen Kriegen gegen die Thüringer und Sachsen an seiner Seite. So nahm er auch im Juni 1075 an der Spitze der Schwaben an der Schlacht bei Hohenburg teil. Erst als im Februar 1076 Papst Gregor VII. den Bann über Heinrich ausgesprochen hatte, entschloss er sich zum offenen Vorgehen. Mit den Herzögen von Bayern und Kärnten bewirkte er im Oktober auf einer Fürstenversammlung zu Trebur den im Beisein der päpstlichen Legaten gefassten Beschluss, dass Heinrich IV., wenn er nicht binnen Jahresfrist vom Bann losgesprochen werde, aufgehört habe, König zu sein. Dieser kam aber, obwohl seine Gegner die Alpenpässe bewachten, dennoch nach Italien und erhielt Ende Januar 1077 durch den Gang nach Canossa die gewünschte Aufhebung des Banns vom Papst, was aber die deutschen Fürsten nicht davon abhielt, am 15. März Herzog Rudolf in Forchheim zum deutschen König zu wählen, nachdem derselbe auf die Investitur der Bischöfe verzichtet und das Königswahlrecht der Fürsten anerkannt hatte. Am 26. März salbte ihn Erzbischof Sigfrid in Mainz zum König, was der Papst, der Heinrich im November von Neuem mit dem Bann belegte, auch bestätigte. Rudolf musste sich jedoch vor Heinrich nach Sachsen zurückziehen, der ihn im Juni 1077 zu Ulm mit der Acht belegte. Beide zogen hierauf gegeneinander zu Felde. Heinrich IV. verlor die Schlacht bei Mellrichstadt am 7. August 1078, sowie am 27. Januar 1080 in der Schlacht bei Flarchheim unweit Mühlhausen. Der Papst sandte darauf Rudolf eine Krone zu und erließ seinen Verbündeten ihre Sünden. Nach dem Tod Adelheids 1079 riefen Verbündete Rudolfs dessen Sohn Berthold von Rheinfelden zum neuen Herzog von Schwaben aus. Heinrich IV. reagierte darauf, indem er das Herzogtum an Friedrich von Hohenstaufen verlieh. Im folgenden Jahr verlor Rudolf in der sonst günstigen Schlacht bei Hohenmölsen unweit Merseburg die rechte Hand, wurde zugleich tödlich am Unterleib verwundet und starb am Tage darauf (am 15. Oktober 1080) in Merseburg, wo er im Dom begraben wurde und seine abgehauene rechte Hand noch heute aufbewahrt wird. Dass Rudolf von Rheinfelden die rechte Hand - die Schwurhand - abgeschlagen worden war, interpretierten die Parteigänger Heinrichs propagandistisch als "Gottesurteil", was die Fürstenopposition gegen Heinrich zusätzlich diskreditierte und schwächte. In den folgenden Jahren baute Heinrich seine Machtstellung gegenüber Fürsten und Papst bedeutend aus.

Literatur


- T. Struve: Artikel Rudolf von Rheinfelden im Lexikon des Mittelalters

Weblinks


- [http://www.genealogie-mittelalter.de/deutschland_koenige_2/rudolf_deutscher_koenig_1080_rheinfelden/rudolf_von_rheinfelden_deutscher_koenig_+_1080.html genealogie-mittelalter.de] Kategorie:Mann Kategorie:König (HRR) Kategorie:Geboren 1025 Kategorie:Gestorben 1080

1077

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 28. Januar Der deutsche König Heinrich IV. wird auf der Burg Canossa in Oberitalien von Papst Gregor VII. vom Bann gelöst, nachdem er seine Bußfertigkeit gezeigt hatte.
- 15. März - Wahl des Schwabenherzogs Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig von Heinrich IV. in Forchheim.

Geboren


-

Gestorben


- 7. Dezember - Gerald von Ostia, Bischof von Ostia und ein Heiliger der katholischen Kirche (
- ?)
- 14. Dezember - Agnes von Poitou, Regentin des Heiligen Römischen Reichs von 1056 bis 1062 (
- 1020) ko:1077년

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